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Fernanda Vilela

Digitale Technologien für die gute Sache

29.10.2018

60 Jugendliche aus ganz Deutschland nahmen am 19.10. im O2-Tower in München am Think Big Camp XXL teil. Neben den Jahresthemen „Big Data“, „Making & Coding“ und „Digital Storydesign“ erhielten die 14- bis 25-Jährigen auch Einblicke in die Zukunft der Arbeit. Damit endete die zehnteilige Workshop-Reihe im Programmjahr 2018.

An jeweils drei Tagen kamen Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, erhielten spannende Inputs zu den Themen und erarbeiteten sozial-digitalen Projektideen. Diese Ideen stehen bei Think Big im Mittelpunkt und werden von den Programmpartnern, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Telefonica Stiftung gemeinsam mit O2 gefördert.

Frank Hinte, Geschäftsführer der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, eröffnete das Camp gemeinsam mit Valentina Daiber, Vorstand Recht und Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland. In einem Bühnengespräch und zeigte er sich begeistert von den Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: "Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement ihr dabei seid. Besonders klasse finde ich, wie ihr gemeinsam an euren Projekten arbeitet, ganz selbstverständlich digitale Technologien nutzt und damit die Welt ein bisschen besser macht."

Fernanda Vilela

Digitalexpertinnen und -experten geben Einblicke in die Praxis

Auch in München stand die Arbeit an den Projekten auf dem Veranstaltungsplan: Auf einem Markt der Möglichkeiten, in Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden tauschten sich die 14- bis 25-Jährigen mit Expertinnen und Experten darüber aus, wie man digitale Trends für die gute Sache nutzen kann. Sozialunternehmer und Coach Shai Hoffmann gab einen Einblick in das Social Campaigning für die Demokratie. Shirley Ogolla, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Internet und Gesellschaft, diskutierte mit den Jugendlichen über Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit. Außerdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, digitale Produktionsgeräte wie 3D-Drucker, VR-Brillen und Raspberry Pi direkt auszuprobieren.

Fernanda Vilela
Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Ideen umzusetzen. Und dass es bei Think Big um digitale und soziale Ideen gleichermaßen geht, finden wir bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung besonders fördernswert.

Frank Hinte

Geschäftsführung Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, zum Empowerment-Ansatz des Programms

Das bestätigte auch eine Teilnehmerin: „Ich habe gezielt nach so einer Veranstaltung und Gleichdenkenden gesucht. Digital und sozial? So etwas gibt es nicht oft.“ Eine andere junge Frau ergänzt: "Ich habe zu allen drei Themen Think Big Camps besucht. Big Data hat mich dabei am meisten begeistert, weil ich herausgefunden habe, wofür Daten eingesetzt werden können.“

Netzaktivist Tarik Tesfu brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss des Tages noch einmal zum Nachdenken. Im "Hatespeech-Bingo" wurden sie mit Hasskommentaren konfrontiert, die andere Menschen auf den Social Madia-Plattformen des jungen Influencers hinterlassen hatten. Und obwohl die Formulierungen auch manchmal zum Schmunzeln waren, überwog bei vielen doch ein mulmiges Gefühl: "Das führt einem wirklich vor Augen, wie rau der Ton im Netz manchmal ist. Ich wünsche mir, dass wir alle im Internet wieder respektvoller miteinander umgehen ", resümierte eine Teilnehmerin.

 

Ich wünsche mir, dass wir alle im Internet wieder respektvoller miteinander umgehen.

Teilnehmerin des Think Big Camp XXL zum Thema Hasskommentare im Internet

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