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Projektvorstellung: Bildungschancen in Ghana

10.10.2016

In Ghana unterstützen die SOS-Kinderdörfer weltweit Kinder und Jugendliche der lokalen Gemeinden durch Kindertagesstätten, Schulen, medizinische Zentren und Berufsbildungszentren an vier verschiedenen Standorten. 

Ghana ist demographisch gesehen ein sehr junges Land. Fast 40 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Dennoch leiden viele junge Menschen in Ghana an großer Not. 27 000 ghanaische Kinder dieser jüngsten Bevölkerungsgruppe sind mit HIV infiziert. Ca. 160 000 Kinder sind zu Aidswaisen geworden und müssen nun ohne ihre leiblichen Eltern aufwachsen.

Derzeit gibt es in Ghana schätzungsweise 1,1 Millionen Kinder, die ein oder beide Elternteile verloren haben. In Accra schlafen Tausende von Kindern und Jugendlichen auf Pappkartons in Einfahrten, auf Parkplätzen oder an Busbahnhöfen. Sie betteln um Almosen, verkaufen Kleinwaren oder begehen kleine Diebstähle, um zu überleben. Ca. ein Drittel dieser Kinder ist nur 10 bis 14 Jahre alt.

Die große Mehrheit dieser Straßenkinder besucht keine Schule. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 7 von 10 Straßenkindern in Ghana Analphabeten sind. Einige dieser Kinder sind von Zuhause fortgelaufen, um häuslicher Gewalt und Missbrauch in der Familie zu entgehen. Ohne den Schutz einer Familie laufen sie ein hohes Risiko, im Teufelskreis von Armut, Drogen und Obdachlosigkeit zu enden. Obwohl Ghana ein höheres Wirtschaftswachstum als viele andere Länder der Region zu verzeichnen hat, konnten tausende Kinder und Jugendliche bislang nicht vom Fortschritt des Landes profitieren.

Wie die SOS-Kinderdörfer weltweit in Ghana unterstützen, mehr Bildungschancen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu gestalten, lesen Sie in der Projektvorstellung: