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Vielfalt in Kitas

11.12.2018

Zum Abschluss des hessischen Projekts „Vielfalt in Kitas – Inklusive Bildung im Sozialraum“ veröffentlicht die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Erkenntnisse, Methoden und Praxisbeispiele der teilnehmenden Einrichtungen.

 

Ganz gleich ob Junge oder Mädchen, einsprachig oder mehrsprachig aufwachsend, sehbehindert, hyperaktiv oder hochbegabt: Kindertageseinrichtungen haben die Aufgabe, jedes Kind individuell in den Blick zu nehmen und zu fördern. Im Projekt „Vielfalt in Kitas“ hat die DKJS seit 2015 Kitas und ihre Partner dabei begleitet, die inklusive Bildung gemeinsam weiterzuentwickeln.

Methoden, Praxisbeispiele und Erkenntnisse

Auf der Abschlussveranstaltung des Projekts am 21. November in Wiesbaden präsentierte die DKJS die druckfrische Broschüre „Vielfalt in Kitas“. Darin finden sich konkrete Beispiele, ausgewählte Methoden und hilfreiche Erkenntnisse aus den beteiligten Kita-Netzwerken.

„Damit liefern wir kein Patentrezept. Aber wir möchten Anregungen bieten und Mut machen, erste Schritte in Richtung Inklusion zu gehen. Denn ganz egal wo man anfängt: Es passiert was“, sagt Projektleiterin Vanessa Agné von der DKJS. Die Publikation richte sich an alle, die Vielfalt als Chance wahrnehmen und als bereichernde Ressource nutzen möchten – nicht nur in Kitas.

„Wir gehen das an, auch wenn es mehr Arbeit bedeutet“

23 hessische Kita-Netzwerke haben in den vergangenen Jahren Antworten auf Fragen rund um das Thema Vielfalt erarbeitet: Wie gelingt eine inklusiv ausgerichtete Bildung und Erziehung? Wie können alle Beteiligten im Erziehungs- und Bildungsprozess an einem Strang ziehen, um das Kind bestmöglich zu stärken?

Neben fachlicher Unterstützung durch Prozessbegleitungen erhielten die teilnehmenden Einrichtungen auch bedarfsorientierte Fortbildungen und tauschten sich im Netzwerk mit den anderen Kitas aus.

„Wir sehen Inklusion als weiten Begriff, der alle Kinder einschließt, egal ob sie eine Brille tragen oder nicht, ob sie anders aussehen oder nicht, ob sie geflüchtet sind oder nicht. Jedes Kind ist erstmal Kind, und jede Familie ist erstmal Familie. Sie bringen Bedürfnisse mit, aber auch Ressourcen“, sagt Kerstin Immel-Koch, Leiterin der Kita „Der kleine Prinz“ in Dillenburg. „Wir gehen das an, auch wenn es mehr Arbeit bedeutet. Aber es zahlt sich aus, denn letztendlich profitieren alle Kinder davon“.

„Vielfalt in Kitas – Inklusive Bildung im Sozialraum“ ist ein Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration.

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